Eine Nachlese – und eine Einladung
Pink. Sonnengelb. Und die Klänge der Klangnomaden, die von Übergängen und Schwellen erzählen – aber auch von Heiterkeit. So begann ein Abend in Lich, der auf dem Papier schwer klingt:
Freitodbegleitung und Sterbehilfe in Deutschland.
Und doch: Wer dabei war, weiß, dass es kein schwarzer Abend war. Kein Abend der Betroffenheit, der gesenkten Blicke, der schweren Luft. Es war ein Abend, an dem Menschen aufgeatmet haben.
Volle Stühle. Volle Herzen.
Die alte Gärtnerei in Lich hatte dreimal mehr Anmeldungen als Plätze. Das sagt alles. Denn dieses Thema bewegt – es wartet nur darauf, dass jemand den ersten Satz sagt.
Den sagte an diesem Abend Anwalt Wigbert Rudolph, Arzt Dr. Renald Hennig, Sterbebegleiterin Inge Menges und Bestatterin Silke Schulz-Laun. Vier Menschen, die beruflich mit dem Lebensende befasst, und dabei erstaunlich lebendig sind.
Das Gespräch war nah, direkt, manchmal überraschend heiter. Es wurde geschmunzelt und gelacht. Über eine missverständlich-flapsige Formuliereung. Über den hippokratischen Eid, den kein Arzt in Deutschland mehr schwört. Über die Frage, warum unser Hund würdevoll eingeschläfert werden darf – und wir angeblich nicht. (Spoiler: Wir dürfen. Seit 2020.)
Kein Abend für Sterbewillige
Wer an diesem Abend saß, war nicht auf der Suche nach einem Ausweg. Die meisten waren neugierig. Informiert. Vorausschauend. Menschen, die wissen wollen, was möglich ist – lange bevor es dringend wird.
Genau das ist der Geist von „Mit Würde über die Wolken„: Nicht Angst machen. Nicht drängen. Sondern Klarheit schaffen, wo Unwissenheit regiert. Denn dass Freitodbegleitung in Deutschland seit 2020 legal und rechtssicher ist, wissen erschreckend wenige.
Das bleibt
> „So wertvoll, so wichtig.“* – I.v.M., Teilnehmerin
> „Ein unvergesslicher Abend.“* – John Winter, Klangnomaden
Was bleibt, ist der Wunsch: Weitermachen. Mehr solcher Abende. Mehr Kammerdialoge wie dieser. Und ein Ort, wo dieses Gespräch nicht endet, wenn die Stühle weggeräumt werden. Das hat mich überrascht, überwältigt. Und soeben beschlossen – ist mir Ansporn.
Also: Dein nächster Schritt – wenn du magst
Ich werde regelmäßig über das „Gute Leben und/oder freiverantwortliche Sterben“ schreiben. Im Newsletter „Leben und leben lassen„, der jetzt in diesem Moment entsteht. Für alle, die sich für Details und Termine interessieren, oder für die Leben und leben lassen eine Einstellung ist, die sie auch Teil ihres eigenen Seins verstehen.
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Kein Druck. Kein schwarzes Design. Vielleicht sogar ein bisschen Pink.
